Sommerschule: Summer School of Slavonic Studies (LŠSS) – Tschechisch
Einrichtung: Karls-Universität
Zeitraum und Ort: 17.7.–14.8.2025, Praha / Prag
Stipendienprogramm: Stipendium des Ministeriums für Schulwesen, Jugend und Sport der Tschechischen Republik (MŠMT ČR)
Ich habe im Sommer 2025 meinen Master in Klassischer Archäologie an der Universität Regensburg erfolgreich abgeschlossen. Da ich mich anschließend für eine Doktorandenstelle an der Karls-Universität Prag beworben habe, die ich im Oktober angetreten habe, war es mir sehr wichtig, mich so gut wie möglich auf diesen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten.
Eine dieser Maßnahmen war ein Intensivsprachkurs, da ich bis dahin kein Tschechisch gesprochen hatte und mir dieser den Alltag in Tschechien etwas erleichtern würde. Auf das Stipendienprogramm der BTHA wurde ich durch eine tschechische Kollegin aufmerksam gemacht, die zu diesem Zeitpunkt eine Rundmail erhalten hatte. Das Angebot war für mich perfekt, da es genau zwischen meinem Master und der Doktorandenstelle stattfand, mehrwöchig war und ich die Möglichkeit hatte, den Kurs in Prag zu absolvieren.
Vorbereitet habe ich mich sprachlich ausschließlich mit Duolingo, da ich sowieso einen Anfängerkurs besucht habe. Das war aber gerade für dieses Level sehr zu empfehlen, da man schon einen Vorteil hat, wenn man wenigstens ein paar Worte kennt und die Aussprache schon mal geübt hat.
Die Sommerschule fand vom 17.7. bis 14.8.2025 in einem Raum der Philosophischen Fakultät statt. Wir wurden in Gruppen von je acht Personen eingeteilt und hatten täglich von 9 bis 13 Uhr intensiven Unterricht mit kleineren Pausen dazwischen. Der Unterricht war intensiv, aber daher sehr effizient. Wir wurden oft in Paare aufgeteilt, um kleinere Konversationen zu üben, während die Lehrerin bei acht Personen genug Zeit hatte, Aussprache und kleinere Fehler zu korrigieren. Zum Abschluss gab es täglich eine kurze Wiederholung der Grammatik. Wenn man regelmäßig anwesend war und seine Hausaufgaben gemacht hatte, war es trotz der Intensität absolut möglich, dem Unterricht zu folgen.
Am Nachmittag gab es ein sehr abwechslungsreiches Kulturprogramm. Von der Besichtigung von Bibliotheken und Museen über kleine Wanderungen durch bestimmte Stadtviertel bis hin zu Filmabenden oder kleinen Kochkursen war für jeden Geschmack etwas dabei.
Die Organisation des Sprachkurses war hervorragend. Wir wurden immer rechtzeitig per E-Mail über alles informiert, es war stets jemand erreichbar und die Verpflegung mit Essensgutscheinen war gut organisiert. Mein besonderes Highlight waren die Eröffnungs- und Abschlusszeremonie im Karolinum, ein Ereignis, das sonst nur für Studenten der Karlsuniversität stattfindet.
Prag selbst ist eine traumhafte Stadt mit einem gefühlt unendlichen Freizeitangebot. Gerade im Sommer laden viele wunderschöne Cafés zum Verweilen ein. Ich persönlich habe meine Freizeit damit verbracht, mich einzuleben und meine Einschreibung an der Karls-Universität zu organisieren.
Alle Lehrer waren sehr freundlich und hilfsbereit. Der Kurs war schön international gemischt (China, Indien, die Niederlande, Griechenland, Kanada, Korea, Ungarn), weshalb es auch in den Pausen einen sehr bereichernden Austausch gab.
Der Kurs hat mich persönlich ungemein bereichert. Sprachlich habe ich große Fortschritte gemacht, die ich jetzt weiter auszubauen versuche. Der mehrwöchige Aufenthalt in Prag, der Kontakt mit der Karls-Universität (über die der Kurs lief) und den Lehrern haben mir ein sehr positives Gefühl für die Stadt gegeben, das bis heute anhält (mittlerweile lebe ich in Prag).
Text: Stipendienbericht

