Sommerschule: Summer School "Methods of Forensic Analysis"
Einrichtung: Masaryk-Universität
Zeitraum und Ort: 13. – 26.7.2025, Brno / Brünn
Stipendienprogramm: Stipendien des Freistaats Bayern für Sprachkurse und Fachkurse in Tschechien
Dobrý den!
Ich habe an der Summer School „Methods of Forensic Analysis“ teilgenommen, um etwas Neues außerhalb meines gewohnten pharmazeutischen/biotechnologischen Bereichs zu lernen. Meine Heimuniversität ist eher klein und bietet keine Module in diesem Themenfeld an, entsprechend gespannt war ich, was mich erwarten würde.
Der erste Tag war „Orientation Day“. Dort saß ich gemeinsam mit rund 130 Studierenden aus aller Welt, die an ganz unterschiedlichen Summer Schools der Masaryk University teilnahmen. In meinem Kurs selbst waren wir zwölf Studierende, die meisten mit einem biologischen oder chemischen Hintergrund. Allerdings auch ein Informatik-Student. :-) Jeden Tag hatten wir zunächst eine Vorlesung von 9:00 bis ca. 9:45 Uhr. Meinem Eindruck nach lag der inhaltliche Schwerpunkt der Vorlesung im chemischen Bereich.
Im Anschluss fanden praktische Übungen im Labor statt, meist bis etwa 13 Uhr. Das Kursniveau war so gestaltet, dass sowohl Bachelor- als auch Masterstudierende problemlos mitkamen. Positiv hervorheben möchte ich die Dozentinnen im Labor: Sie waren durchweg offen, hilfsbereit und standen bei Fragen jederzeit zur Verfügung. Die Aufgaben wurden von Tag zu Tag etwas komplexer, blieben unter Anleitung jedoch stets gut machbar.
Hausarbeiten gab es in meinem Kurs keine, sodass man am Nachmittag mit gutem Gewissen am Freizeitprogramm teilnehmen konnte. Dieses wurde von Mitarbeitenden der Universität organisiert. Meine persönlichen Highlights waren die Bootparty und das Farewell-Dinner. Es gab aber auch kulturelle Angebote, etwa einen Tanzkurs im tschechischen Volkstanz oder eine „Czech Survival Class“, in der uns Grundkenntnisse der tschechischen Sprache vermittelt wurden. Zwischen Uni und Nachmittagsprogramm lagen stets ein paar Stunden, sodass man entspannt Mittag essen oder sich einfach etwas Zeit für sich nehmen konnte. Die Teilnahme am Freizeitprogramm war freiwillig, ich würde aber auf jeden Fall empfehlen, mitzumachen!

Außerdem organisierte die Universität einen Tagesausflug in eine weitere Stadt. An einem freien Sonntag machten sich einige von uns auf den Weg nach Bratislava.
Untergebracht waren wir im „Hotel Centrum“, das anders als der Name vermuten lässt, nicht direkt im Zentrum von Brünn liegt. Nach deutschem Standard würde ich es auch eher als Hostel oder Jugendherberge beschreiben. Dank der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr war das Stadtzentrum aber schnell erreichbar. Die Unterbringung erfolgte in Doppelzimmern, auf jeder Etage gab es eine Gemeinschaftsküche. Frühstück war inklusive.
Besonders schön fand ich, wie viele Menschen aus aller Welt ich kennenlernen durfte. Meine Zimmernachbarin kam zum Beispiel aus Finnland, aber ich verbrachte auch viel Zeit mit Studierenden aus Spanien, Griechenland, China, den USA, den Niederlanden und vielen anderen Ländern! Auch einige Deutsche waren dabei. Die Sprache im Unterricht und im Alltag war durchgehend Englisch.
Alles in allem haben mich die zwei Wochen in Brünn sehr bereichert, fachlich konnte ich einiges dazulernen, aber vor allem habe ich viele tolle Menschen kennengelernt. Schon jetzt überlege ich, wohin mich meine nächste Summer School führen wird.
Text und Bild: Stipendienbericht

